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Am 29. Januar ist der Internationale Tag des Blindenführhundes

Blindenführhunde gehören zu den wichtigen Assistenzhunden, auf die sich Menschen mit Sehbehinderung jeden Tag verlassen können. Sie unterstützen eigenständig beim Navigieren, Entdecken von Hindernissen und beim Erreichen von Zielen – eine echte Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben. Sie ermöglichen blinden Menschen mehr Selbstständigkeit, mehr Mobilität und ein größeres Gefühl von Sicherheit in ihrem Alltag.

Anerkannte Blindenführhunde in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt wurden bislang 16 Assistenzhunde von der Sozialagentur Sachsen-Anhalt anerkannt. Darunter sind neun Blindenführhunde. Blindenführhunde und andere Assistenzhunde haben sogar einen eigenen „Dienstausweis“. Der Ausweis enthält wichtige Informationen wie das Geburtsdatum, ein Foto des Hundes und den Namen der Besitzerin bzw. des Besitzers. Dieser verschafft Blindenführhunden Zutritt zu Orten, an denen Hunde normalerweise keinen Zutritt haben, z.B. in Supermärkte. Passantinnen und Passanten erkennen am Führgeschirr mit Assistenzhund-Logo, dass ein Blindenführhund im Dienst ist.

Welche Rassen eignen sich für die Ausbildung zum Blindenführhund?

Ob Labrador, Golden Retriever oder Mischling – als Blindenführhund eignen sich verschiedene Hunderassen, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen. Ein Hund ist zur Ausbildung zum Blindenführhund geeignet, wenn er unter anderem über eine gute Intelligenz, Arbeitsbereitschaft sowie über ein ruhiges Wesen verfügt und gesund ist. In der Vergangenheit war es in Deutschland üblich, dass Schäferhunde zu Blindenführhunden ausgebildet wurden. Die Assistenzhundeverordnung regelt unter anderem die Eignung, Ausbildung und Prüfung von Hunden.

„Such Zebra“ – die besonderen Fähigkeiten eines Blindenführhundes

Die Ausbildung zum Blindenführhund ist sehr umfangreich. Es liegt in der Natur des Hundes, dass er sich vor allem auf seinen sehr guten Geruchssinn verlässt. Laut dem Deutschen Blindenführhunde e.V. muss ein angehender Blindenführhund lernen, vor allem auch seine Augen zu benutzen. Dabei lernt er, Hindernisse wie Treppen und Straßenüberquerungen zu erkennen. Mithilfe von Kommandos durch seine Besitzerin bzw. durch seinen Besitzer findet er Lösungen in den Alltagssituationen. Ein Beispiel für ein Kommando ist „Such Zebra“ – wie der Name schon sagt, findet ein fertig ausgebildeter Blindenführhund auch in einer ihm unbekannten Gebiet einen Zebrastreifen. Nach seiner Ausbildung kann ein Blindenführhund rund 40 Hörzeichen unterscheiden.

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